Irakisches Essen ist meist nicht sehr chilischarf, doch das hängt vom Gericht und vom Koch ab. Die Food-Autorin Nawal Nasrallah beschreibt Alltagsgerichte als sparsam gewürzt. Würze bedeutet nicht immer Chilischärfe. Sie nennt die Gewürzmischung Baharat und Noomi Basra, getrocknete Limette, als wichtige Aromen in Biryani und einigen Fischgerichten.
Konkrete Beispiele und regionale Unterschiede:
- Timman wa Marga ist Reis mit Eintopf, oft mit Lamm, Tomaten und saisonalem Gemüse wie Okra.
- Dolma besteht aus mit Reis und Fleisch gefülltem Gemüse. Nasrallah beschreibt Varianten aus Bagdad in klarer Flüssigkeit und Varianten aus Mosul in einer Flüssigkeit auf Tomatenbasis.
- Mosul ist für große, flache Bulgur-Kubba bekannt. Weiter südlich können Kubba stattdessen aus Reis oder Kartoffeln bestehen.
- Basra bietet eine schärfere Variante: scharfen Biryani-Reis. Nicht jedes irakische Biryani ist gleich scharf.
Wenn Sie keine Schärfe mögen, fragen Sie nach Chili im Gericht und bitten Sie um scharfe Saucen separat. Küchen verwenden unterschiedliche Rezepte. Klären Sie bei einer Allergie Zutaten und möglichen Kreuzkontakt mit der Küche ab. Ein mildes Gericht ist nicht automatisch für Allergiker geeignet.
Quelle: Nawal Nasrallahs Interview über irakisches Kochen.
Geprüft am 2026-10-26.