Ja, Sie können eine auf Archäologie ausgerichtete Reise in den Irak planen. Passen Sie die Route jedoch an weite Distanzen, extreme Sommerhitze, Kontrollpunkte und Schutzregeln an.
Reisezeit und Tagesplanung
Reisen Sie am besten zwischen Oktober und März. Von Juni bis August steigen die Temperaturen regelmäßig über 45 bis 50 Grad Celsius, was längere Besichtigungen in ungeschütztem Gelände gefährlich macht. Überladen Sie Ihr Programm nicht. Die Erkundung einer großen Stätte wie Babylon oder der Zikkurat von Ur erfordert zwei bis drei Stunden zu Fuß in der Sonne. Für die Fahrt von Bagdad nach Babylon müssen Sie 1,5 bis 2 Stunden pro Strecke einplanen, zuzüglich Zeit an Sicherheitskontrollen. Beschränken Sie sich auf eine größere Stätte pro Tag, um genügend Ruhezeit zu behalten.
Zugang, Genehmigungen und Begleitung
Der Denkmalschutz im gesamten Bundesirak untersteht dem State Board of Antiquities and Heritage (SBAH). Hauptstätten wie Babylon und Ur verfügen über besetzte Kassenhäuschen, an denen das Ticket für ausländische Besucher 25.000 IQD in bar kostet. Entlegenere Orte wie Uruk, Borsippa oder Eridu haben keine Schalter und werden von lokalen Wächtern (Ghafirs) gesichert. Ein ortskundiger Fahrer oder lizenzierter Guide hilft bei Formalitäten an Kontrollpunkten und kontaktiert die Wächter vor Ort. Nach dem Antiken- und Denkmalschutzgesetz Nr. 55 von 2002 ist jede Mitnahme von Tonscherben, Ziegelresten oder Fundstücken streng verboten. Private Kameradrohnen sind im Irak ohne ministerielle Genehmigung untersagt.
Einreise und Finanzen
Berechtigte Reisende können vorab ein 30-Tage-Visum über das offizielle Portal Iraqi Electronic Visa beantragen. Bringen Sie Bargeld in einwandfreien US-Dollar oder Euro zum Wechseln in Dinar mit, da ausländische Bankkarten außerhalb großer internationaler Hotels selten funktionieren.
Weitere Regeln und Schutzhinweise finden Sie im Leitfaden Visiting Iraq's Archaeological Sites Responsibly.
Geprüft am 2026-10-27.