Allein reisende Frauen müssen lokale kulturelle Bräuche, regionale Sicherheitsbedingungen und unterschiedliche Kleidungsvorschriften berücksichtigen. Ausländische Regierungen raten wegen der volatilen Sicherheitslage von Reisen in den Irak ab. Keine Behörde gibt eine pauschale Sicherheitsgarantie. Zudem unterscheidet sich das Reisen zwischen der Region Kurdistan und dem Föderalen Irak deutlich.
-
Sicherheitslage und offizielle Reisehinweise Informieren Sie sich vor der Reise über offizielle Reisewarnungen. Die Reisehinweise der kanadischen Regierung raten von jeder Reise in den Irak ab und weisen darauf hin, dass allein reisende Frauen Belästigungen und verbalen Übergriffen ausgesetzt sein können. Im Föderalen Irak sind Kontrollpunkte der Sicherheitskräfte auf Fernstraßen und an Stadteinfahrten alltäglich. Führen Sie stets Ihren originalen Reisepass und Visanachweise mit. Für queere und LGBTQ-Reisende bestehen erhebliche rechtliche Risiken, da das irakische Gesetz gleichgeschlechtliche Beziehungen mit langen Freiheitsstrafen belegt.
-
Kleidungsvorschriften nach Regionen Die Kleidungserwartungen variieren je nach Ort, wie im Visit Iraq Leitfaden für allein reisende Frauen beschrieben. In der Region Kurdistan mit Erbil, Sulaimaniyya und Duhok sind die Standards entspannt. Frauen müssen ihr Haar auf öffentlichen Straßen oder in Restaurants nicht bedecken. Es genügt dezente Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt. In Bagdad, Mossul und den südlichen Städten empfiehlt sich weite Kleidung wie lange Hosen oder Maxiröcke sowie Oberteile mit Ärmeln über den Ellenbogen. Ein Kopftuch ist auf den Straßen von Bagdad nicht vorgeschrieben, doch empfiehlt sich ein leichtes Tuch in der Tasche für Moscheebesuche. In den heiligen Städten Nadschaf und Kerbela ist das Tragen einer traditionellen schwarzen Abaya mit schwarzem Kopftuch für alle Frauen Pflicht. Günstige Abayas sind vor den Toren der Schreine erhältlich.