Bleiben Sie ruhig und kooperieren Sie bei offiziellen Identitätskontrollen. Tragen Sie Ihren Originalreisepass oder Ihre Aufenthaltserlaubnis bei sich. Eine Identitätskontrolle bedeutet nicht unbedingt eine Festnahme.
Wenn Sie festgehalten werden, helfen diese praktischen Schritte. Es handelt sich um Bitten, nicht um Garantien für Leistungen der Behörden.
- Fragen Sie nach dem Grund und nach der Behörde und Dienststelle, die Ihren Fall bearbeiten.
- Bitten Sie die Behörden ausdrücklich, sofort die Botschaft oder das Konsulat Ihres Landes zu benachrichtigen. Gehen Sie nicht davon aus, dass dies bereits geschehen ist.
- Bitten Sie um einen örtlichen Anwalt und einen Dolmetscher, wenn Sie die Sprache nicht verstehen. Bitten Sie vor der Unterschrift unter unverständliche Dokumente um Übersetzung und Rechtsberatung.
- Informieren Sie die Behörden umgehend über Verletzungen, notwendige Medikamente oder dringenden medizinischen Bedarf. Melden Sie Misshandlung oder Diskriminierung Ihrem Anwalt oder dem Konsularpersonal.
- Wenn erlaubt, teilen Sie einer Vertrauensperson Ihren Aufenthaltsort und die Kontaktdaten Ihres Anwalts mit.
Nennen Sie bei Hilfegesuchen Ihre Staatsangehörigkeit und Ihren genauen Aufenthaltsort, einschließlich der Angabe, ob Sie im föderalen Irak oder in der Region Kurdistan sind. Fragen Sie Ihre Vertretung nach der zuständigen Stelle. Gehen Sie nicht von gleichen Verfahren oder Zugangsmöglichkeiten aus. Konsularische Hilfe im Irak kann stark eingeschränkt sein. Wenn die Behörden Sie als Iraker behandeln, kann der Zugang zu ausländischer konsularischer Hilfe beschränkt sein. Erwarten Sie nicht, dass eine Botschaft Ihre Freilassung erwirkt oder örtliche Gerichtsentscheidungen aufhebt.
Quellen: FCDO-Sicherheitshinweise für den Irak, Kanadas Irak-Reisehinweise, Kanadas Hinweise zur Festnahme und Leitfaden für inhaftierte Kanadier. Die dort beschriebenen kanadischen Konsulardienste gelten für Kanadier. Andere Staatsangehörige sollten die Dienste ihrer eigenen Regierung prüfen.