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Tbeet (auch t'bit, t’beet oder tabeet geschrieben) ist das traditionelle Schabbat-Gericht der irakischen Juden: ein langsam über Nacht geschmorter Eintopf aus ganzem gewürztem Huhn, Basmatireis, Tomaten und aromatischen Gewürzen. Der Name leitet sich von der arabischen Wurzel b-y-t (tabayit) ab, was „über Nacht bleiben“ bedeutet. Das Gericht gart 12 bis 16 Stunden bei niedriger Hitze, bis das Fleisch butterzart vom Knochen fällt und sich am Topfboden eine knusprige, karamellisierte Reiskruste (Hakaka) bildet.
Ganzes Huhn oder Hühnerteile mit Knochen, langkörniger Basmatireis, irakisches Baharat (Zimt, Kardamom, schwarzer Pfeffer, Nelken, Kreuzkümmel, Koriander, Piment), gemahlener Kardamom, getrocknete schwarze Limette (Loomi Basra), Tomatenmark, reife Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Kurkuma, rohe ungeschälte Eier (optional).
Entstanden in der jahrtausendealten jüdischen Gemeinschaft Mesopotamiens, löste Tbeet das religiöse Gebot, am Schabbat kein Feuer zu entzünden (Halacha). Bagdader Familien bereiteten die Töpfe am Freitagnachmittag vor und brachten sie zum örtlichen Bäcker (al-farran), wo sie in der abkühlenden Resthitze des Steinofens über Nacht garten. Nach dem Synagogenbesuch am Samstagmittag holten die Familien den dampfenden Schmaus ab. Bis heute ist Tbeet ein Identitätssymbol der irakisch-jüdischen Exilgemeinden weltweit.
Historisch in kommunalen Bäckereiöfen in Bagdad zubereitet; heute vor allem in der traditionellen Familienküche der irakisch-jüdischen Diaspora sowie in ausgewählten Restaurants mit irakisch-jüdischer Küche zu finden.
Oft werden rohe, ungeschälte Eier direkt in den Reis eingebettet; nach über 12 Stunden sanften Garens verwandeln sie sich in teebraune „Haminados“ mit wunderbar cremigen Eigelben. Zudem teilen traditionelle Köche den Reis auf: „Hashwa“ (die pikante Füllung im Huhn) und „Tichna“ (das äußere Reisbett, das die begehrte knusprige Kruste namens Hakaka bildet).




