Ein syrisch-christliches Kloster nahe Mossul, bekannt für sein Märtyrerheiligtum, mittelalterliche Steinreliefs und Inschriften in mehreren Sprachen.
Kloster Mar Behnam
Das Kloster Mar Behnam, auch Kloster Mar Behnam und Mart Sarah genannt, liegt nahe dem Dorf Khidir in der Ninive-Ebene im Irak, etwa 35 Kilometer südöstlich von Mossul. Es ist für sein Märtyrerheiligtum und seine mittelalterlichen Steinreliefs bekannt. Der Islamische Staat beschädigte die Anlage während seiner Besatzung von 2014 bis 2016.

Eine Legende aus der Ninive-Ebene
Der Überlieferung des Klosters zufolge ließen sich Behnam, ein Prinz, und seine Schwester Sarah im vierten Jahrhundert zum Christentum bekehren, nachdem der Mönch Mar Mattai Sarah geheilt hatte. Ihr Vater, König Sanherib, ordnete ihre Tötung an. Die Erzählung verortet ihr Martyrium an diesem Ort und verbindet das Kloster mit der breiteren christlichen Geschichte der Region.
Dies ist eine religiöse Überlieferung und kein belegter Nachweis für eine Gründung im vierten Jahrhundert. Die Geschichte wurde erst Jahrhunderte später aufgezeichnet, und Fachleute haben ihre Einzelheiten infrage gestellt. Mesopotamia Heritage verweist auf die Zweifel des Historikers Jean-Maurice Fiey, darunter die Verbindung zum viel früher lebenden assyrischen König Sanherib. Das vierte Jahrhundert sollte am besten als traditionelles Gründungsdatum des Klosters bezeichnet werden.
Das Heiligtum zog auch muslimische und jesidische Besucher an. Mesopotamia Heritage berichtet, dass Frauen aus diesen Gemeinschaften um Segen für Fruchtbarkeit und Wohlstand baten.
Steinreliefs und vielschichtige Geschichte
Das bekannteste Relief des Klosters zeigt Mar Behnam zu Pferd, wie er den Teufel besiegt. In der Nähe befand sich ein Relief von Mart Sarah. Mesopotamia Heritage datiert die Hauptdarstellung auf das 15. Jahrhundert oder früher. Inschriften belegen größere Umbau- und Ausschmückungsarbeiten an der gesamten Anlage zwischen 1164 und 1295. Einige nennen Stifter und Künstler.

Christopher Jones beschreibt in seinem Beitrag für Hyperallergic die Reliefs der Heiligen neben Bögen, Nischen und Arabeskenmustern. Inschriften sind auf Syrisch, Arabisch und Armenisch verfasst. Eine alttürkische Inschrift über den Gräbern der Heiligen ruft Khidr Elias und einen mongolischen Ilchan-Herrscher an.
Laut Mesopotamia Heritage wurde das Kloster 1839 syrisch-katholisch. Spätere Restaurierungen und Veränderungen fanden 1901, in den 1930er-Jahren und 1986 statt.
Zerstörung und Wiederaufbau
Kämpfer des Islamischen Staates besetzten das Kloster von 2014 bis 2016. Sie beschädigten Reliefs und andere geschnitzte Elemente und sprengten im März 2015 das separate Märtyrerheiligtum. Jones’ Bericht aus dem Jahr 2015 dokumentiert die Zerstörung des Heiligtums sowie den Verlust seiner charakteristischen Inschriften und Architektur.

Nach der Befreiung des Gebiets sortierten Teams den Trümmerschutt und bargen geschnitzte Fragmente zur Wiederverwendung, berichtet Mesopotamia Heritage. Die Restaurierung begann 2017; das wiederaufgebaute Mausoleum wurde 2019 fertiggestellt. Das Heiligtum ist wieder aufgebaut, doch Schäden an Reliefs in anderen Teilen der Anlage bestehen fort.
Mit Rücksicht besuchen
Das Kloster Mar Behnam liegt nahe dem Dorf Khidir südöstlich von Mossul. Seine Geschichte umfasst syrisch-christliche Kunst, Inschriften in mehreren Sprachen und die Verehrung durch verschiedene lokale Religionsgemeinschaften. Einige Reliefs wurden beschädigt, und das Märtyrerheiligtum ist ein Wiederaufbau.

Informieren Sie sich vor der Besuchsplanung über die aktuelle Lage vor Ort und darüber, ob der Zugang erlaubt ist. Die Bedingungen können sich ändern; die hier genannten Quellen enthalten keine aktuellen Hinweise für Besucher oder zur Anreise. Nehmen Sie Rücksicht auf Betende und die Verantwortlichen der Stätte und befolgen Sie vor Ort alle Anweisungen.
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Quellen
- Mesopotamia Heritage, “Mar Behnām and Sārah’s convent”. Abgerufen am 12. Januar 2025.
- Hyperallergic, Christopher Jones, “Another Treasure Lost in Iraq: The Story of Mar Behnam Monastery”. Abgerufen am 12. Januar 2025.