Masguf ist ein traditionelles irakisches Gericht aus gegrilltem Süßwasserfisch und gilt weithin als Nationalgericht des Landes. Ganze Karpfen (Schabbout) oder Barben (Bunni) werden am Rücken aufgeschnitten, gesalzen und an Holz- oder Eisenpflöcken neben einer offenen Feuerstelle aufgestellt. Der Fisch gart langsam durch indirekte Hitze, bevor die Haut direkt über Holzglut geröstet wird.
Wo man Masguf probieren kann:
In Bagdad befinden sich die bekanntesten Masguf-Restaurants entlang der Abu-Nuwas-Straße am Ostufer des Tigris. Die Gegend belebt sich besonders am Abend mit Familien und Gästen. Masguf-Lokale gibt es zudem an den Flussufern in Zentral- und Südirak sowie in Basra. Klären Sie vor dem Besuch die Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit von frischem Fisch direkt mit dem Lokal.
Regionale Unterschiede und Beilagen:
In Zentral- und Südirak wird der Fisch traditionell am offenen Holzfeuer zubereitet. Im Norden des Landes wird Masguf häufig im Lehmofen (Tannour) gebacken. Serviert wird das Gericht mit warmem Fladenbrot, eingelegtem Gemüse (Torschi), Zwiebeln, Zitrone und würziger Amba-Mangosauce. Gewürze und Beilagen variieren je nach Küche.
Hinweise für Allergiker:
Masguf besteht aus Fisch. Fladenbrot enthält Gluten, und Beilagen wie Amba oder Saucen können Senf oder Sesam enthalten. Grillroste und Arbeitsflächen werden oft mehrfach genutzt, wodurch Kreuzkontaminationen möglich sind. Gehen Sie nicht davon aus, dass jedes Lokal dieselbe Rezeptur nutzt. Klären Sie Ihre Allergien vor der Bestellung direkt mit dem Küchenpersonal ab.
Quellen: Botschaft der Republik Irak in Washington, D.C., Wikivoyage - Bagdad, Wikipedia - Masguf.
Geprüft am 2026-10-26.